Informationen zur “Inklusionspädagogik” zusammengestellt von Ines Boban und Andreas Hinz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg … zur Website



Schulversuch „Inklusiver Unterricht und inklusive Erziehung“

Unsere Schule hat einen Antrag auf Teilnahme am Schulversuch „Inklusiver Unterricht und inklusive Erziehung“ als Fortführung der Integration gestellt, der genehmigt worden ist. Genehmigt wurde der Schulversuch für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2010/2011 in der 3. Klasse sind und die im Schuljahr 2011/2012 in die 3. Klasse kommen. Er galt zunächst für diese Klassen bis zum Ende der Grundschulzeit. Dieser Schulversuch wurde mittlerweile zum zweiten Mal verlängert und gilt jetzt für alle bis einschließlich 2016/2017 in Jahrgangsstufe 3 neu gebildeten Klassen.

Was bedeutet der Schulversuch?

Die Schule verzichtet auf die Beantragung von sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung (LES) für entsprechende Schülerinnen und Schüler der oben genannten Klassen. Der Verzicht auf die Beantragung gilt bis zum Ende der Grundschulzeit.
Kinder, deren Eltern den Besuch dieser Klassen nicht wünschen, können an einer anderen Schule angemeldet werden.

Der individuelle und förderdiagnostische Unterricht beinhaltet eine regelmäßige Beratung, bei der die allgemeine Entwicklung des Kindes, notwendige Nachteilsausgleiche, Zielstellungen des weiteren Unterrichts, sowie der Übergang zu weiterführenden Schulen besprochen werden.
Es wird versucht auch Oberschulen für den Versuch zu gewinnen, damit auch der Übergang zur Oberschule ohne Festschreibung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs im Bereich LES möglich sein wird.

Durch förderdiagnostische Methoden und Angebote sollen individuelle Förderwege entwickelt werden, die die klassische Zuordnung zu sonderpädagogischen Förderbedarfe überflüssig werden lässt.
Die Vergabe von sonderpädagogischem Förderbedarf anderer Förderschwerpunkte (Geistige Entwicklung, Körperliche Behinderung, Sehen, Hören, Autismus) ist weiterhin möglich.

Der Unterricht in den inklusiven Klassen ist so ausgerichtet, dass die spezielle Bedarfslage Grundlage der individuellen Förderung ist.
Es wird versucht Wege zu finden, die soziale Integration betreffender Schülerinnen und Schüler im Klassenverband zu fördern. Es sollen entsprechende Konzepte erprobt werden.

Eine Beantragung für den Integrationsstatus für die ergänzende Betreuung (Hort) ist jedoch weiterhin notwendig.

Beratungen für die beteiligten Schulen werden über die Paul-Braune-Schule und das Schulpsychologische Beratungszentrum angeboten.

In Absprache mit dem Schulträger versuchen wir die Klassenfrequenzen, beginnend in der Schulanfangsphase, möglichst gering zu halten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.